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Herbstmärit
Ach
wie war es doch früher, der Markt im Frühling und Herbst. Für Kinder
und Schüler die Gelegenheit, mit seinem Schwarm auf der
"Putschautobahn" zu flirten, oder gemeinsam die feine
Zuckerwatte zu teilen. Endlich gab es wieder einmal einen Grund, dass
Mami und Papi ein neues Spielzeug kaufen. Die Chügelipistole wurde noch
ohne wilde Hintergedanken verschenkt, der Plastiktraktor war das
klassische Kaufutensil!
Und
erst für die Erwachsenen! Das Begehen des Marktes von vorne nach hinten
und umgekehrt gehörte dazu wie ein währschaftes Märitmenue im Bären
oder Hirschen. Endlich konnten Hausfrauen den neusten Klatsch
austauschen, und die beklatschten waren auch gleich live vor Ort! Ein
Paradies für Männer um sich zu brüsten, und einige Biere zu stürzen
mit einer trifftigen Ausrede - den Märit gibts ja nur zweimal
jährlich!
Und
heute? Leere Gassen, enttäuschte Standbetreiber, immer weniger
Marktfahrer und der Himmel weint meistens bei diesem Anblick!
Und
wie bringen wir die Sonne zurück? Schlendern wir wieder durch den
Markt, rauf und runter immer wieder bis uns die Ohren wackeln. Lassen
wir Männer auf die Stand- und Beizentour, aber nur wenn davor auch die
Frauen ihren Tratsch äähh Spass haben konnten. Kaufen wir unseren
Kindern ein billiges Spielzeug, auch wenn es ein paar Tage später
entsorgt werden muss. Lasst die Schüler Zuckerwatte schlecken, auch
wenn die Zähne leiden könnten. Und - Singles geht auf Brautschau oder
Männerjagd!
Es
lebe der Herbstmarkt!
Lebt
den Herbstmarkt!
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